Minikredit für Arbeitslose

Kleinkredite bei Arbeitslosigkeit: Darauf sollten Sie achten

Mit einem Minikredit für Arbeitslose lässt sich ein vorübergehender finanzieller Engpass sehr einfach überbrücken. Bei kleinen Beträgen und kurzen Laufzeiten von zum Beispiel dreißig Tagen ist das Risiko für den Kreditgeber überschaubar. Er verzichtet deshalb auf eine kostenintensive Bonitätsprüfung. Wer aber nicht aufpasst, kann leicht in eine gut versteckte Kostenfalle tappen.

Das Girokonto rutscht ins Minus

Kredit für Arbeitslose

Tritt die Arbeitslosigkeit unerwartet ein, können laufende Kosten oft nicht schnell genug dem reduzierten Einkommen angepasst werden. Viele Verträge sind langfristig geschlossen. Vor allem bei Versicherungen gilt es auch genau zu überlegen, ob die Kündigung wirklich sinnvoll ist. Kommt es zu einem Schaden, wird das finanzielle Desaster ohne den richtigen Schutz noch größer. Und bei der privaten Altersversorgung kann eine vorzeitige Kündigung mit großen Nachteilen verbunden sein.

Die simpelste und deshalb auch meist zuerst genutzte Möglichkeit, ein Loch in der Haushaltskasse zu stopfen, ist der Verfügungsrahmen auf dem Girokonto, der Dispositionskredit oder kurz Dispo. Den wird die Bank nicht sofort mit der Arbeitslosigkeit kündigen oder reduzieren, und deshalb können Sie mit dem Konto ins Minus gehen – durch Barabhebung, Überweisung oder eingelöste Lastschriften. Das kostet zwar im Schnitt knapp 10 % Jahreszins, für kurze Zeiträume und geringe Kreditsummen sind die absoluten Kosten aber überschaubar. Problematischer ist, dass mit Ausschöpfen des Dispos die letzte Notfallreserve verbraucht ist. Fallen dann noch ungeplante Ausgaben an oder kündigt die Bank den Kreditrahmen, muss schnell frisches Geld her.

Kredit ja, aber manchmal nur zu hohen Zinsen

Genau an dieser Stelle setzen die Minikredite für Arbeitslose an. Sie werden online im Internet angeboten und sind sehr kurzfristig verfügbar. Die Zinssätze klingen auf den ersten Blick absolut fair – Minikredite sind auch nicht teurer als der Dispo. Allerdings sollten Sie hier genau darauf achten, welchen Kreditvertrag Sie abschließen. 300 Euro für einen Monat kosten bei 10 % Zinsen in der Tat gerade einmal 2,50 Euro Zinsen. Aber Achtung – wer sich mit der Rückzahlung vorsichtshalber zwei Monate Zeit lassen möchte und deshalb die Option auf zwei Raten anklickt, wird bei einigen Anbietern von Mikrokrediten mit einmaligen Gebühren von rund 70 Euro oder mehr belastet. Der ausgewiesene Zinssatz ändert sich dadurch nicht, aber die zurückzuzahlende Summe steigt auf über 370 Euro. Würde man einen nach der Preisangabenverordnung vorgeschriebenen effektiven Jahreszins berechnen, wären das rund 300 %.

Während das ursprüngliche Angebot seriös, ja sogar recht günstig ist, macht eine arglos hinzugewählte Option den Minikredit nicht nur für Arbeitslose, sondern für jeden Interessenten massiv zu teuer. Verzichten Sie also auf die Zahlung in zwei Raten, oder, wenn das erste Angebot nicht passt, sehen Sie sich nach Alternativen um. Privatkredite, also Darlehen privater Geldgeber, werden im Internet beispielsweise recht flexibel vergeben. Sie sind zwar nicht billig, aber 300 % Zinsen müssen sie keinesfalls befürchten.

Mehr zum Thema