Kredithai

Kredit für schwierige Fälle über einen Kredithai

Der Kredithai sucht seine arglose Beute im großen Teich der Darlehenssuchenden, die bei den Banken auf dem Trockenen nach Luft schnappen müssen, weil ihre Anträge mit großer Regelmäßigkeit abgelehnt werden. Geringverdiener, Minijobber, Studenten und Auszubildende, Arbeitslose, Langzeitkranke, Rentner, aber auch Selbstständige und Freiberufler mit recht gutem Einkommen tummeln sich hier. Jetzt heißt es aufpassen, damit Sie keine leichte Beute werden.

Ohne Arbeitsvertrag läuft praktisch nichts

Kredit für Arbeitslose

Den genannten Zielgruppen gemeinsam ist, dass ihr Einkommen entweder niedrig oder unsicher ist – und sei es nur wegen des Lebensalters, den abgesehen davon haben Rentner ein besonders sicheres Einkommen, das durch Arbeitslosigkeit oder Krankheit nicht bedroht ist. Die praktischen Online-Kreditvergleiche, in denen oft mehrere hundert Banken ihre Konditionen übersichtlich präsentieren, beschränken sich in aller Regel auf Interessenten mit normaler Bonität, also einem unbefristeten Arbeitsvertrag und einem Nettoeinkommen von mindestens 1.000 Euro monatlich.

Wer das nicht vorweisen kann, wird die Dienste eines professionellen Kreditvermittlers in Anspruch nehmen müssen. Zwar sind auch die Vergleichsportale keine Einrichtungen des Verbraucherschutzes, sondern Finanzvermittler, die gegen Provision arbeiten. Ihr Geschäftsmodell stellt aber auf die schnellen, einfachen Kreditanträge ab, die sich ohne großen Aufwand erledigen lassen. Die Provision fließt in diesem Fall von den Kreditgebern, weil es sich um wünschenswertes Geschäft handelt, an dem die Bank verdient. Für den Interessenten und späteren Kreditnehmer ist die Dienstleistung dagegen kostenlos.

Auch seriöse Vermittler verlangen Geld

Das ist bei den schwierigeren Fällen anders. Die Geldinstitute stehen nicht gerade Schlange, um bei zweifelhafter Bonität Kredite zu verkaufen, und sie zahlen für diese Verträge auch keine oder nur geringe Provision. Deshalb muss hier der Kreditnehmer den Vermittler bezahlen. Das ist soweit völlig in Ordnung – das Konzept ist etwa von Immobilienmaklern bekannt.

Der Teufel steckt wie so oft im Detail. Lesen Sie Bedingungen ganz genau, akzeptieren Sie vor allem bei Online-Angeboten nicht leichtfertig durch Mausklick irgendwelche Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB), ohne sie zu lesen. Ein seriöser Vermittler wird keine Vorauskasse verlangen, weder direkt noch versteckt über Download-Gebühren und kostenpflichtige 0900-Hotlines. Auch Zusendungen gegen Nachnahme sind Vorauskasse, denn Sie müssen bezahlen, bevor Ihnen die bestellten Sachen ausgehändigt werden. Denken Sie daran: Sie wollten einen Kredit und keine Bücher über Schuldnerberatung, keine Antragsunterlagen, keine Kreditkarte, die als Guthaben-Karte übrigens völlig wertlos ist, auch wenn in der Werbung der Zusammenhang mit einem Kreditvertrag suggeriert wurde. All das sind Methoden der Kredithaie.

Die AGB sollten auch keine Verpflichtung Ihrerseits zur Erstattung von Auslagen ohne Vermittlungserfolg vorsehen. Unseriöse Vermittler haben gar nicht im Sinn, Ihnen wirklich einen Kredit zu verschaffen. Nach einiger Zeit bekommen Sie statt eines Kreditvertrags eine saftige Rechnung für die Auslagen, die bei den „leider erfolglosen Bemühungen“ entstanden sind. Akzeptieren Sie nur Honorare für den Fall einer erfolgreichen Vermittlung – so werden Sie kein Opfer des Kredithais.

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