Kredit für Arbeitslose

Kredit trotz Arbeitslosigkeit

Als Arbeitsloser einen Kredit zu bekommen ist schwer, aber nicht unmöglich. Da Kreditgeber die Bonität von Arbeitslosen als schlecht einstufen, benötigen sie weitere Sicherheiten, damit sich das Kreditrisiko vermindert. Neben eigenen Sicherheiten, wie beispielsweise Schmuck oder Münzen, können auch andere Personen um Hilfe gebeten werden. Sie werden in der Folge zu Bürgen oder Mitantragstellern. Eine Alternative zum Bankkredit sind Kreditbörsen oder der Kredit des Arbeitsamts.

Ratenkredite für Arbeitslose

Kredit für Arbeitslose

Spezielle Ratenkreditformen für Arbeitslose sind der zinsfreie Kredit vom Arbeitsamt und der Kleinkredit für Arbeitslose, der auch kurz Arbeitslosenkredit genannt wird. Der Arbeitslosenkredit hat eine maximale Kreditsumme von 5.000 Euro und eine maximale Kreditlaufzeit von 48 Monaten.

Der Arbeitslosenkredit hat den Vorteil, dass er auf ein aktives Beschäftigungsverhältnis als Voraussetzung verzichtet. Im Prinzip ist er ein Ratenkredit wie jeder andere auch. So unterliegt der Arbeitslosenkredit auch gewissen Voraussetzungen: Das Mindestalter liegt bei 18 Jahren. Der Kreditnehmer muss einen festen Wohnsitz in Deutschland haben. Bezüge von Sozialleistungen, also dem Arbeitslosengeld, müssen erbracht werden. Eine entsprechende Bonität für die Kreditsumme muss gegeben sein.

Während die ersten drei Punkte für Arbeitslose kein Problem darstellen, fangen sie beim letzten Punkt an. Ist die Bonität, etwa durch eine negative Schufa-Auskunft, schlecht, dann wird der Kreditantrag von der Bank nicht abgelehnt, ebenso, wenn die Leistungsbezüge, also das Arbeitslosengeld, zeitlich begrenzt sind. Die Rettung kann in diesem Fall ein Kreditbürge sein.

Trotz dieser Hürden ist der Arbeitslosenkredit eine seriöse Möglichkeit, an Geld zu kommen, da bei allen anderen Kreditarten das Arbeitslosengeld I und II von Banken erst gar nicht als Einkommen gezählt wird, also die staatliche Transferleistung, nicht als benötigte Voraussetzung für die Kreditvergabe anerkannt wird.

Planung erforderlich

Aber nicht nur Banken sind potentielle Ansprechpartner für ein Darlehen. Da gibt es auch andere Möglichkeiten. Wichtig als Antragsteller ist aber bei allen Kreditgebern, dass man den Kreditwunsch gut vorbereitet hat. So sollte beispielsweise beim Autokredit überlegt werden, ob die laufenden Kosten des Fahrzeugs aus dem Arbeitslosengeld bzw. der Grundsicherung bezahlt werden können, oder ob man dafür auch die Kreditsumme hernehmen muss. Weiter sollte man sich vorab über einen KFZ-Versicherungsvergleich über günstige Tarife erkundigen. Grundsätzlich muss man sich immer über die Höhe der Kreditsumme Gedanken machen und sich die Frage stellen: Kann ich das wirklich zurückzahlen?

Sicherheiten & Bürgschaften

Banken verlangen für ein Darlehen verschiedene Nachweise, wie beispielsweise einen Einkommensnachweis, den Arbeitslose gar nicht erbringen können, weil sie arbeitslos sind. Alternativ zum pfändbaren Einkommen, denn darum geht es beim Einkommensnachweis, können Arbeitslose andere Sicherheiten der Bank anbieten, so etwa Schmuck oder Münzen. Grundsätzlich gilt, je höher die Bonität, desto größer ist die Chance auf die Kreditvergabe, und, zumindest bei der Bank. umso geringer die Zinsen.

Mitantragsteller

Fällt die eigene Bonität für die beantragte Kreditsumme negativ aus, und der Kreditantrag wird in der Folge abgelehnt, kann ein Mitantragsteller helfen, dass dennoch die gewünschte Kreditsumme vergeben wird. Im Unterschied zum Bürgen unterzeichnet der Mitantragsteller den Kreditvertrag mit. Damit haftet er für die Kreditschulden gleichermaßen wie der Hauptantragsteller, wird diesem also rechtlich gleichgesetzt. Aus Sicht des Kreditgebers erfolgt die Kreditvergabe an zwei Personen, d.h., beide Personen verpflichten sich zur Rückzahlung. Das vermindert das Kreditrisiko der Bank, da sie sich, wenn der Hauptantragsteller nicht zurückzahlen kann, an den Mitantragsteller wenden kann. Als Mitantragsteller ist man zur Zahlung der Kreditraten verpflichtet, wenn der Hauptschuldner nicht zahlt.

Zum Mitantragsteller kann sich jeder bereit erklären, der über das nötige Einkommen bzw. Vermögen verfügt. Ob dies dann der Fall ist, prüft der Kreditgeber. Deswegen sollte der Mitantragsteller in jedem Fall solvent sein. Ein Mitantragsteller kann für jede Kreditart beigebracht werden. Da Mitantragsteller mit ihrem Einkommen und Vermögen für die Kreditsumme haften, sollte man bei der Suche gut überlegen, welche Personen dafür ggfs. in Frage kommen.

Bürgen

Bürgschaften sind persönliche Kreditsicherheiten im Gegensatz zu dinglichen Kreditsicherheiten wie etwa eine Abtretung oder Verpfändung. Persönlich deswegen, weil der Bürge eine Person ist, die für den Kreditsuchenden beim Kreditgeber mit ihrem Vermögen oder Einkommen haftet. Es wird quasi so getan, als ob der Bürge das Darlehen nimmt. Bei Kreditbürgschaften wird heutzutage in der Regel die sog. selbstschuldnerische Bürgschaft angewendet. Das sind Bürgschaften, bei welchen die Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers nicht gerichtlich festgestellt wird, sondern die Aussage des Kreditnehmers genügt. Sollte also der Kreditnehmer die Kreditraten nicht (mehr) zurückzahlen können, muss der Bürge die Zahlungen leisten. Dies gilt ebenso, wenn der Kreditnehmer untertaucht oder gar verschwindet.

Als Bürge kann im Prinzip jeder fungieren. Voraussetzung ist die notwendige Bonität des Bürgen, d.h., der Bürge muss, je nach Kreditsumme, über ausreichendes Vermögen oder Einkommen verfügen. Im Grunde genommen, wird der Bürger ebenso streng geprüft wie der Kreditnehmer. Jemanden um eine Bürgschaft zu bitten, ist eine große Vertrauensfrage, da im Falle des Eintretens der Bürgschaft sich der Bürge mit der Bürgschaft ggfs. selbst ins finanzielle Chaos stürzen kann. Deshalb sollte man sich als Kreditsuchender genau überlegen, wenn man bittet, die Bürgschaft zu übernehmen. Auch sollte man Verständnis zeigen, wenn die ausgewählte Person die Bitte ablehnt.

Lebensversicherung beleihen

Auch wenn man arbeitslos ist, empfiehlt es sich, die eigene Lebensversicherung zu beleihen, als diese zu kündigen oder zu verkaufen, da sie bei den letzten beiden Varianten unwiderruflich verloren geht. Wird die Lebensversicherung hingegen beliehen, stellt sie eine Sicherheit für den Kreditgeber dar und bleibt dem Besitzer der Lebensversicherung für später, wie geplant, erhalten. Die Beleihung der eigenen Lebensversicherung nennt sich Policendarlehen. Die Möglichkeit, die eigene Lebensversicherung zu beleihen, bieten mittlerweile alle größeren Kreditinstitute an. Die Lebensversicherung kann aber auch direkt beim Versicherer beliehen werden. Wird die Lebensversicherung beliehen, geht der Besitz für die Kreditlaufzeit an die Bank.

Höhe der Beleihung

Wie hoch die Lebensversicherung beliehen werden kann, richtet sich nach der Art der Versicherung. Die Höhe der Beleihung ist abhängig vom Rückkaufs- und Gesamtwert der Versicherung. Dabei wird zwischen Kapital- und fondsgebundenen Lebensversicherungen unterschieden. Bei fondsgebundenen Lebensversicherungen ist der Wert, im Gegensatz zu Kapitallebensversicherungen, von der Entwicklung auf dem Aktienmarkt abhängig. Da ein Verlust auf dem Aktienmarkt den Gesamtwert mindern kann, können fondsgebundene Lebensversicherungen nicht mit 100 Prozent des Rückkaufwertes beliehen werden. In der Regel beläuft sich hier die maximale Kreditsumme auf 60 Prozent des Rückkaufwertes.

Bonitätsprüfung obligatorisch

Wie alle Darlehensformen ist auch beim Policendarlehen einiges zu beachten. Der größte Vorteil des Policendarlehens ist, dass es auch bei schlechter Bonität vergeben wird. Diesem Freibrief wurde allerdings von der EU ein Riegel vorgeschoben. So muss seit März 2016 aufgrund einer EU-Richtlinie auch bei Policendarlehen die Bonität des Kreditnehmers überprüft werden, sprich eine Schufa-Auskunft eingeholt werden. Dennoch, auch mit einem schlechten Schufa-Score, das ist die interne Bezifferung eines Kunden über dessen Bonität, werden diese Darlehen vergeben. Die Ausnahme ist ein Schufa-Score von Null.

Endfälliges Darlehen oder Ratenkredit

Für die Beleihung der eigenen Lebensversicherung gibt es zwei Varianten. Die erste Variante ist das sog. endfällige Darlehen. Bei diesem werden während der Laufzeit ausschließlich die Zinsen fällig, allerdings muss die Kreditsumme am Laufzeitende auf einem Schlag zurückgezahlt werden. Auch gibt es die Möglichkeit, die Kreditsumme plus Zinsen erst am Ende der Kreditlaufzeit als Einmalbetrag zurückzubezahlen. Da in beiden Fällen eine größere Summe aufgebracht werden muss, ist von dieser Variante abzuraten. Die zweite Variante für die Beleihung der eigenen Lebensversicherung ist, den Kredit in einen Ratenkredit umzuwandeln.

Wer vergibt Kredite an Arbeitslose?

Kreditangebote gibt es viele, allerdings richten sich die Angebote oftmals nicht an Arbeitslose. Auch gibt es unter den Angeboten immer mehr schwarze als weiße Schafe, die generell nur abzocken wollen. Da hilft nur, sich darüber zu informieren, welche Möglichkeiten es grundsätzlich gibt, und welche Merkmale seriöse Kreditpartner aufweisen.

Kreditbörsen

Kreditbörsen sind heutzutage Alternativen zum Bankkredit. Kreditbörsen oder Kreditportale sind Internetplattformen, die Kreditsuchende mit Kreditgebern zusammenbringen. Auf Kreditbörsen kann jeder seinen Kreditwunsch äußern. Man gibt also die gewünschte Kreditsumme, den Zweck und die Kreditlaufzeit an und hofft, dass einem private Kreditgeber das Geld leihen. Im Grunde genommen, ist dies eine äußerst einfache Art, auch wenn man arbeitslos ist, ein Darlehen zu bekommen. Aber ganz so einfach ist die Sache dann auch wieder nicht. Als Kreditsuchender muss man sich natürlich registrieren und per Online- oder Personen-Identverfahren identifizieren. Auch kann die Höhe der Zinsen von der Bonität abhängig sein. Und je nach Art des Kredites ist auch eine verpflichtende Schufa-Auskunft notwendig. Dennoch, da als Kreditgeber Privatpersonen fungieren, sind sie eine gute Alternative zur Bank.

Kreditvermittler

Kurz gesagt, ein Kreditvermittler vermittelt dem Kreditwerber ein Kreditinstitut, also er vermittelt eine Bank. Bei Kreditvermittlern gibt es, wie überall, seriöse und unseriöse Anbieter. Bei einem seriösen Kreditvermittler sind unverbindliche Anfragen ohne Abschlussverpflichtungen möglich, auch macht er keine leeren Versprechungen. Und das Wichtigste, er nimmt keine Gebühren oder Vorkosten bei einem unverbindlichen Kreditanatrag, ebenso nötigt er nicht zum Abschluss irgendwelcher Versicherungen, die angeblich für die Kreditvergabe erforderlich sind.

Sollte es allerdings zu einem Vertragsabschluss kommen, dann sollte man vorab geklärt haben, welche Vertragspartei die Provision des Kreditvermittlers zu bezahlen hat. Da die Provisionen in der Regel nicht gerade gering sind, ist diese Information gerade für Arbeitslose sehr wichtig.

Kreditkartenanbieter

Das Nutzen von Kreditkarten, dabei handelt es sich um ein bargeldloses Zahlungsmittel per mit einem Chip versehener Karte, klingt erst einmal bequem, kann aber gerade für Arbeitslose schnell einer Kostenfalle werden. Ausgegeben werden die Kreditkarten von der Hausbank, abgewickelt werden die Transaktionen von den jeweiligen Kreditkartenanbietern. Eine Kreditkarte eröffnet die Möglichkeit, auch ohne Bargeld dabei zu haben, einkaufen zu können. Hinzu kommt: Für den Online-Einkauf sind sie häufig sogar zwingend notwendig.

Kreditkarte ist nicht gleich Kreditkarte

Kreditkartenanbieter nehmen zumeist eine Jahresgebühr, wird im Ausland damit bezahlt, werden häufig zusätzliche Gebühren pro Benutzung genommen, und man muss die ausgezahlten Beträge meist per monatlicher Abbuchung vom Girokonto direkt wieder ausgleichen. Es gibt auch sog. echte, in der Fachsprache auch Revolving genannte, Kreditkarten, bei denen die Kartenfirmen ihren Kunden in Abhängigkeit von deren Bonität einen Kreditrahmen einräumen, der sehr flexibel getilgt werden kann. Meistens muss nur ein relativ überschaubarer Betrag von 30 bis 50 Euro direkt ausgeglichen werden, bei höheren Kartenumsätzen fällt ein ebenfalls geringer prozentualer Betrag vom Umsatz an. Der Restsaldo bleibt jedoch auf dem Kreditkartenkonto stehen. Dieser wird wie ein gewöhnlicher Kredit behandelt, der mit Zinsen belegt ist. Worauf beim Einsatz dieser Karten zu wenig geachtet wird, ist, dass dieser anfallende Zins bei vielen Banken sehr hoch sein kann. Dispozinsen von bis zu 17 Prozent sind hier keine Seltenheit, und so können schnell Schulden angehäuft werden. Kommt man mit der Abbezahlung in Rückstand, dann wird schnell die gesamte Schuld auf einen Schlag fällig.

Prepaid-Kreditkarten

Da Personen ohne geregeltes Einkommen keine Kreditkarten bekommen, sind sog. Prepaid-Kreditkarten eine Möglichkeit, an dieses bargeldlose Zahlungsmittel zu kommen.Prepaid-Kreditkarten funktionieren wie normale Kreditkarten, müssen aber vor der Nutzung mit einem individuellen Guthaben aufgeladen werden. Um dieses Guthaben kann man dann einkaufen, ist es verbraucht, kann mit der Karte nicht mehr bezahlt werden. Und so können auch keine Schulden entstehen. Genau genommen, handelt es sich bei Prepaid-Kreditkarten nicht um ein Darlehen, sondern um den Verbrauch des eigenen Guthabens. Aber auch hier sollte man sich vor der Beantragung über die Konditionen genau informieren.

Der Prozess des Beantragens selbst ist recht einfach gestaltet und sollte auch Arbeitslose nicht abschrecken. Bei vielen Banken kann man inzwischen sogar bequem von zu Hause aus online einen solchen Kreditkartenantrag stellen. Dieser muss dann unterschrieben mit der Post versendet werden. Die Identität des Antragsstellers wird mittels Postindet-Verfahren überprüft. Die Prepaid-Kreditkarte wird danach mit der Briefpost zugestellt.

Dann kann die Karte unmittelbar in der Bank mit Bargeld oder per Überweisung aufgeladen und anschließend benutzt werden. Online bieten die Kreditinstitute häufig auch eigene Einzahlungsmöglichkeiten über Soforteinzahlungsportale an, hiervon sollten jedoch insbesondere Arbeitslose Abstand nehmen, da hierbei zusätzliche Gebühren anfallen. Beachtet man diese Fallstricke, können auch Arbeitslose sicher und bequem mit Kreditkarte bezahlen, da bei Prepaid keinerlei Bonitätsprüfungen stattfinden.

Onlinekredite

Das Geschäftsfeld der Onlinekredite hat sich erst in den letzten Jahren entwickelt. Onlinekredite sind Ratenkredite. Angeboten wird diese Kreditform überwiegend von Direktbanken, also Geldinstituten, die ihre Produkte über das Internet vertreiben. Zunehmend bieten aber auch herkömmliche Banken Onlinekredite an. Onlinekredite werden über ein Formular im Internet beantragt. Ein persönliches Gespräch mit einem Bankmitarbeiter entfällt also.

Onlinekredite mit einer Direktbank können günstiger sein als ein Kredit mit einer herkömmlichen Bank, da Direktbanken durch Personaleinsparungen und fehlende Filialen niedrigere Zinsen anbieten können. Dabei lohnt sich ein Vergleich der verschiedenen Internetangebote, ebenso mit der Hausbank, allemal. Zu beachten ist, dass auch bei den Onlinekrediten die Bonität des Antragstellers überprüft wird.

Pfandleihhäuser

Pfandleihhäuser sind gewerbliche Kreditgeber aus dem Nichtbankensektor. Sie vergeben Pfandkredite. Für einen Pfandkredit sind weder Gehaltsnachweis noch andere Finanzauskünfte notwendig. Für diesen Kredit hinterlegt der Kunde eine wertbeständige Sicherheit. Das kann beispielsweiseSchmuck, Münzen oder hochwertiges technisches Gerät sein. Den Wert des Pfandes legt das Pfandleihhaus fest. Auch entscheidet das Pfandleihhaus, ob es das Pfand überhaupt annimmt.

Pfandkredite laufen in der Regel drei Monate, können aber ggfs. verlängert werden. Da sich die Kreditsumme auf den Wert des Pfandes bezieht, haftet der Kunde auch nur für das Pfand. Wird der Pfandkredit plus Zinsen und Gebühren innerhalb der Laufzeit zurückbezahlt, erhält man das Pfand wieder zurück. Die Zinsen für diesen Kurzkredit belaufen sich auf 1 Prozent Zins pro Monat. Die Gebühren werden für die Lagerung des Pfandes und die Kreditabwicklung bezahlt. Wie hoch Zins und Gebühr tatsächlich sind, ist abhängig von der Höhe des Pfandkredites. Das Maximum liegt bei 300 Euro.

Kredit vom Arbeitsamt

Arbeitslose können einen Kredit beim Arbeitsamt beantragen. Im Unterschied zu Darlehen anderer Kreditgeber ist dieser allerdings zweckgebunden, d.h., er darf nur für den vereinbarten Zweck verwendet werden. Ist beispielsweise der Kühlschrank kaputt gegangen, dann ist der Zweck des Kredites die Anschaffung eines neuen Kühlschranks und nicht der Kauf eines neuen Fernsehers. Die Kreditvergabe wird daher vom jeweiligen Arbeitsamt genau überprüft. Da das Darlehen zinsfrei ist, und die Raten mit fünf bis zehn Euro pro Monat sehr gering sind, wird dieser auch nur für bestimmte Bedarfslagen vergeben. So ist beispielsweise ein Kredit vom Arbeitsamt für ein Auto, das für den neuen Job benötigt wird, eine ungewisse Sache. In ländlichen Gebieten ohne öffentlichen Nahverkehr kann ein solches Darlehen bewilligt werden, in Großstädten ist dies eine ganz andere Sache. Anders ist die Situation wieder, wenn der zukünftige Arbeitgeber ein Auto zwingend vorschreibt.

Arbeitslosenkredite aus dem Ausland

Eine der größten Fallen für Arbeitslose sind Sofortkreditangebote für Arbeitslose ohne Schufa von ausländischen Banken. Ein erstes Warnzeichen sollte läuten, wenn bereits vorab Gebühren fällig werden oder man gar, um in den Genuss des Kredites zu kommen, eine Versicherung abschließen soll. Bei solchen Angeboten sollte man sich also erst gar keine Hoffnungen machen. Entweder existiert die vermeintlich so hilfreiche Bank gar nicht, und das bezahlte Geld wird vom Kreditvermittler eingesteckt, oder die Zinsen grenzen an Wucher.

Wichtige Punkte bei Arbeitslosenkrediten

Kredite sind immer mit einem Risiko für den Kreditnehmer und -geber behaftet. Um dieses Risiko zu verringern, werden bei einem Ratenkredit vorab Zinsen und Laufzeit genau kalkuliert. Deswegen sollten in jedem Fall verschiedene Angebote eingeholt und verglichen werden. So findet man nicht nur den passenden Kreditvertrag, sondern läuft auch nicht Gefahr, von einem unseriösen Anbieter abgezockt zu werden.

Kreditwürdigkeit & Bonität

Die Bonität des Kreditnehmers ist ein wichtiges Kriterium für die Kreditvergabe. Für die Feststellung der Bonität wird zwischen persönlicher und wirtschaftlicher Kreditwürdigkeit unterschieden. Bei der wirtschaftlichen Kreditwürdigkeit wird ermittelt, ob das wirtschaftliche Potential des Kreditnehmers ausreicht, die Kreditsumme plus Zinsen zurückzuzahlen. Die persönliche Kreditwürdigkeit zielt auf den Lebenslauf, die Zuverlässigkeit sowie fachliche Qualifikation des Kreditnehmers ab.

Risiko für den Kreditgeber

Vergibt der Kreditgeber einen Kredit, geht er das finanzielle Risiko ein, die Kreditsumme nicht mehr zurückzubekommen oder nur Teile davon. Sollte dieser Fall eintreten, dann ist dieses Kreditgeschäft für den Kreditgeber ein Minusgeschäft, weil er ja weniger Geld zurückbekommt als er ausgegeben hat. Deshalb ist es für Kreditinstitute wichtig, dass Kreditsuchende über ein ausreichendes bzw. gesichertes Einkommen verfügen.

So werden Ratenkredite an Arbeitslose vom Kreditgeber als riskant eingestuft, da in der Regel ihre Bonität schwach ist. Diese ist für den Kreditgeber aber bei der Frage nach der Rückzahlung des Kredites wichtig. Vereinfacht gesagt, je schwächer die Bonität ist, umso weniger ist beim Kreditnehmer zu holen, wenn er nicht zurückzahlen kann.

Bei Kreditbörsen kann das Risiko für den Kreditgeber auf mehrere Personen verteilt werden, je nachdem, wie viele Personen Geld für den Kredit geben wollen, so soll das Risiko für die Kreditgeber sinken. Im Falle der Nichtrückzahlung verliert nicht ein Kreditgeber, wie das bei Banken der Fall ist, Geld, sondern die Verlustsumme teilt sich in kleinere Summen über mehrere Kreditgeber auf.

Risiko für den Kreditnehmer

Kredite sind für den Kreditnehmer immer mit einem Risiko verbunden, da sich der Kreditnehmer verpflichtet, den Kredit im vereinbarten Zeitraum und zu den vereinbarten Konditionen zurückzubezahlen. Solange das Darlehen ohne Verzug zurückbezahlt werden kann, ist ein Ratenkredit eine problemlose Sache. Unangenehm wird das Darlehen erst, wenn man in Zahlungsverzug kommt, oder zahlungsunfähig wird. In beiden Fällen greift der Kreditgeber auf die vorab gestellten Sicherheiten zu. Das kann dann das Auto, der Schmuck oder das Eigenheim sein, oder es kommt zur Pfändung. Deshalb sollte man als Kreditsuchender genau überlegen, ob man das Darlehen tatsächlich braucht, und welche Summe man ohne Probleme monatlich zurückzahlen kann, denn der Kreditgeber holt sich sein Geld immer zurück. Ist also beispielsweise ein Haushaltselektrogerät kaputt, so sollte mit der Kreditsumme die Neuanschaffung des Gerätes gedeckt sein und nicht zusätzlich noch eine Urlaubsreise, auch wenn die Verlockung noch so groß ist.

Wie funktioniert ein Ratenkredit?

Bei einem Ratenkredit wird die gewährte Kreditsumme nicht auf einen Schlag, sondern in Teilbeträgen, also in Raten, zurückbezahlt. Die Höhe der Raten wird im Vorfeld der Kreditvergabe festgelegt. Sie richtet sich nach der Kreditsumme, den Zinsen und der Laufzeit des Kredites.

Kreditsumme, Zinsen und Laufzeit

Bei Ratenkrediten sind, neben der Bonität, die Kreditsumme, die Zinsen und die Laufzeit des Kredites die wichtigsten Faktoren. Sie gehen in die Kreditkalkulation ein.

Kreditsumme

Die Kreditsumme bezeichnet den Geldbetrag, der bei einem Kredit vergeben wird. Aus Sicht des Kreditsuchenden ist die Kreditsumme, jener Betrag, den sich der Kreditsteller wünscht, um aus dem finanziellen Engpass herauszukommen. Aus der Sicht des Kreditgebers ist die Kreditsumme jener Betrag, den er bereit ist, zu vergeben. Um die Höhe der Kreditsumme festzulegen, also das Kreditrisiko ein- bzw. abzuschätzen, wird die Bonität des Kreditsuchenden überprüft. Im Idealfall stimmen Kreditwunsch und Kreditrisiko überein.

Kreditlaufzeit

Die Kreditlaufzeit bezieht sich auf die Dauer der Kreditrückzahlung. Im Extremfall kann ein Kreditvertrag dermaßen gestaltet sein, dass die komplette Kreditsumme zu einem fixen Zeitpunkt zurückzuzahlen ist. Dieser Extremfall entspricht aber nicht der Praxis und widerspricht auch der Kreditform Ratenkredit. Bei einem Ratenkredit wird vor der Kreditvergabe die Laufzeit bestimmt, also jene Zeit, innerhalb welcher, das Darlehen in Raten zurückgezahlt werden muss. Bei Kleinkrediten bis 5.000 oder 10.000 Euro beträgt die Laufzeit in der Regel 48 Monate.

Kreditzinsen

Die Kreditzinsen bezahlt der Kreditnehmer für den Liquiditätsverlust des Kreditgebers. Kreditzinsen werden im Alltag als hoch oder niedrig eingestuft. Die Höhe der Zinsen ist, genau genommen, Verhandlungssache, sie wird aber in der Praxis vom Kreditgeber vorgegeben. Wird zwischen den beiden Vertragsparteien keine Zinshöhe vereinbart, gilt in Deutschland ein gesetzlicher Zinssatz von vier Prozent p.a. Bei einem zinsfreien Kredit ist die vereinbarte Zinshöhe Null. Bei Ratenkrediten zahlt man die Kreditsumme plus Zinsen zurück, also mehr Geld, als man von der Bank ausbezahlt bekommen hat.

Ausschlaggebend für die Höhe der Zinsen ist allgemein der sog. Leitzins und im Einzelfall die Bonität des Kreditsuchenden. Der Leitzins wird, vereinfacht gesagt, von der Zentralbank des jeweiligen Nationalstaates festgelegt. Das ist jener Zinssatz, den Geschäftsbanken leisten müssen, wenn sie sich von der Zentralbank Geld leihen. Ist der Leitzinssatz niedrig, wird dieser Vorteil der Banken in der Regel auch an die Kreditkunden weitergegeben, die Kreditzinsen sinken also. Umgangssprachlich wird dann von "billigem Geld" gesprochen. Die zu bezahlenden Kreditzinsen hängen aber nicht nur vom Kreditgeber ab, sondern auch von der Bonität des Kreditnehmers. Hier gilt, je schlechter die Bonität umso höher sind die Zinsen, weil letztendlich die Kreditzinsen auch das Kreditrisiko für den Kreditgeber verringern.

Höhere Gebühren

Auch wenn es unfair klingt, finanzielle Engpässe werden von den Kreditgebern ausgenutzt. Oder anders ausgedrückt, braucht man keinen Kredit, wird er einem beinahe nachgeschmissen, braucht man einen, bekommt man ihn nur schwer. So werden ehemals günstige Kredite, wenn man sie dann tatsächlich braucht, plötzlich teurer. Das hängt mit der eigenen Bonität, den Zinsen und dem Kreditrisiko zusammen. Ist man arbeitslos, wird die Bonität schlechter, weil einem monatlich deutlicher weniger Geld zur Verfügung steht. Aus Sicht des Kreditgebers steigt damit das Kreditrisiko, weil angenommen wird, dass der Fall der Zahlungsunfähigkeit schneller eintreten kann. Um dies zu kompensieren, werden die Kreditzinsen erhöht. Dies führt zu einer Verteuerung des Kredites.

Kredit mit Arbeitslosengeld I

Einen Kredit mit Arbeitslosengeld I zu bekommen, ist hierzulande schwierig, da Arbeitslose aus der Sicht der Bank über kein geregeltes Einkommen verfügen, also eine schlechte Bonität haben. Wer keine eigenen Sicherheiten, wie etwa ein Eigenheim oder eine Lebensversicherung im Erlebensfall, vorweisen kann, kann einen Bürgen oder Mitantragsteller bei der Bank einbringen.

Während ein Bürge oder Mitantragsteller mit seinem Einkommen oder Vermögen bei der Bank haftet, stellen eigene Sicherheiten des Arbeitslosen ein Pfand dar, d.h., die Bank wird verpflichtend als Leistungsberechtigter in den Versicherungsvertrag aufgenommen. Wird das Eigenheim als Sicherheit gestellt, wird die Bank ins Grundbuch eingetragen. Sobald das Darlehen zurückbezahlt worden ist, werden diese Einträge wieder rückgängig gemacht bzw. gelöscht.

Kredit mit Hartz IV

Ein Darlehen mit Arbeitslosengeld II, bekannter als Hartz IV, zu bekommen, ist nicht ganz so einfach. Obwohl bereits kleinere, nichtgeplante Rechnungen bei Hartz-IV-Empfängern zu finanziellen Engpässen führen können, lehnen Banken die Kreditanträge oftmals ohne Angabe von Gründen ab. Also muss das Ziel sein, die Bonität zu erhöhen. Dies kann über einen Bürgen oder Mitantragsteller erfolgen.

Auch hier muss vor unseriösen Anbietern gewarnt werden. Erkennungsmerkmale von unseriösen bis dubiösen Anbietern sind, dass sie vorab einen gewissen Betrag kassieren oder die Auszahlung des Darlehens an den Abschluss einer weiteren Leistung, in der Regel eine Versicherung, knüpfen.

Kredite ohne Schufa

Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, kurz Schufa genannt, ist eine privatwirtschaftlich-organisierte Einrichtung, die versucht, ihre Vertragspartner vor Kreditausfällen zu schützen. Vertragspartner der Schufa sind vor allem Handelsunternehmen und Kreditinstitute. Dieser Schutz bewirkt, dass Personen mit negativem Schufa-Eintrag von der Bank nur sehr schwer einen Kredit bekommen. Deutsche Banken bieten ein schufafreies Darlehen äußerst selten an. In der Regel wird dieser Kredit von Banken im Ausland oder über Kreditvermittler vergeben. Dabei handelt es sich um Banken mit Sitz in Staaten, in welchen eine Schufa-Auskunft nicht den Maßstab für eine Kreditvergabe darstellt. Dies gilt beispielsweise für die Schweiz, deshalb wird diese Kreditart auch oft Schweizer Kredit genannt.

Schufafreies Darlehen

Beim Kredit ohne Schufa, auch schufafreies Darlehen genannt, verzichtet der Kreditgeber auf die Einholung einer Schufa-Auskunft. Auch wird ein schufafreies Darlehen nicht an die Schufa gemeldet. Das bedeutet aber nicht, dass überhaupt keine Bonitätsprüfung stattfindet. Es wird bloß auf den Schufa-Teil der Bonitätsprüfung verzichtet. Sehr wohl werden andere Teile der Bonität überprüft, dazu gehören der Nachweis eines regelmäßigen Einkommens und ggfs. zusätzliche Sicherheiten. Im Grunde genommen, stellt das Einkommen des Kreditnehmers die Sicherheit für den Kreditgeber dar. Den Verzicht auf die Schufa-Auskunft lassen sich diese Kreditanbieter allerdings über höhere Zinsen bezahlen. Der Zinssatz ist im Regelfall doppelt so hoch wie bei Krediten mit Schufa. Der Kredit wird also wesentlich teurer.

Die Höhe der maximalen Kreditsumme, die vergeben wird, ist unterschiedlich, hängt aber letztendlich vom Haushaltseinkommen ab. Da es gerade in diesem Geschäftsfeld viele unseriöse Anbieter gibt, sollte man schufafreie Darlehen, die überhaupt keine Sicherheiten verlangen, aber große Summen versprechen, grundsätzlich misstrauen.

Welche Kreditformen gibt es?

Bei Krediten wird zwischen Bank- und Privatkrediten unterschieden. Bei einem Privatkredit verleiht eine Privatperson an einer anderen Privatperson Geld. Der private Kreditgeber kann, aber muss nicht, dafür Zinsen verlangen. Als Privatkredit werden auch Kredite über sog. Kreditbörsen bezeichnet. Wird das Darlehen über eine Kreditbörse bzw. eine Bank vergeben, fallen Zinsen an. Eine weitere Unterscheidung bei Krediten ist, ob er zweckgebunden ist oder nicht. Zweckgebunden meint dabei, dass der Ratenkredit für ein bestimmtes Vorhaben des Kreditnehmers vergeben und in der Folge auch verwendet werden muss. Dazu zählt u.a. der Kredit des Arbeitsamts. Bei nicht-zweckgebundenen Krediten steht die Kreditsumme zur freien Verfügung.

Ratenkredit

Die gängigste Kreditform ist der Raten- oder Konsumentenkredit. Bei dieser Kreditart wird ein fester Darlehensbetrag festgelegt, der in Raten zurückgezahlt wird. Raten sind Teilbeträge der Kreditsumme, die in der Regel monatlich fällig werden. Die Ratenzahlung erfolgt über die gesamte Laufzeit des Darlehens. Die Höhe der monatlichen Teilbeträge kann gleichbleibend oder unterschiedlich sein. Dies wird im Vorfeld der Kreditvergabe festgelegt.

Schnellkredit

Ein Schnellkredit, auch Blitz- oder Sofortkredit genannt, ist ein Ratenkredit. Er wird als Schnellkredit bezeichnet, weil die Kreditzusage bzw. die Auszahlung der Kreditsumme relativ schnell erfolgt. Diese Kreditform wird überwiegend von Direktbanken im Internet angeboten und vergeben. Die Auszahlung eines Schnellkredites beansprucht in der Regel drei bis sieben Tage. Der Begriff Sofortkredit zielt auf die Kreditentscheidung ab, die bei entsprechender Bonität schon nach wenigen Minuten vorliegen kann.

Onlinekredit

Ein Onlinekredit ist ein Ratenkredit, der von Kreditgebern über das Internet vergeben wird. Findet bei der Kreditvergabe kein persönlicher Kontakt zu einem Bankmitarbeiter statt, spricht man auch von einem Internetkredit.

Dispokredit

Beim Dispositionskredit, kurz Dispokredit, geht es, genau genommen, nicht um eine Kreditsumme, sondern um eine Kreditlinie. So wird als Dispokredit der Kreditrahmen auf dem Girokonto des Kunden bezeichnet. Die Höhe des Dispokredites richtet sich nach dem Einkommen und der Bonität des Bankkunden.

Fazit

Auch wenn man arbeitslos ist, geht das Auto und Waschmaschine kaputt. Und zu guter Letzt gibt auch noch der Kühlschrank den Geist auf. Nach dem Gesetz der Serie passiert es meistens so, oder so ähnlich. Sicher ist, der Ausfall bereits eines dieser Geräte ist schon für Personen mit regelmäßigen Einkünften aus einem Arbeitsverhältnis ein Problem, das viele gerade noch mal so finanzieren können. Für Arbeitslose ist ein solcher Ausfall ein noch viel größeres Problem. Dann scheint ein Kredit, wenn auch nur zur Überbrückung, die geeignete Lösung.

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